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Mauerfall 2009 - Die Dominoaktion...

Jugendliche, davon ein Grossteil Schüler aus Berliner Schulen, Künstler und kreative Gruppen haben 1.000 "Dominosteine" gestaltet, die entlang des ehemaligen Mauerverlaufs zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor aufgestellt wurden.

Internationale Anbindung erhält das Projekt u.a. durch das Goethe-Institut als Kooperationspartner mit einer "Mauerreise".

Im Jemen, Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Korea, Mexiko, China und Zypern dienten sie Künstlern, Intellektuellen und Jugendlichen als Leinwand für die Auseinandersetzung mit dem Phänomen "Mauer".





(klick oder zeig auf die Bilder für grösser)

Die Dominosteine sollen am 09.November fallen und den Fall der Mauer symbolisieren.

Mich persönlich hat es schon beeindruckt, wie sich vor allem Schulklassen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die Aktion ist aber auch nicht ganz umumstritten, siehe dazu auch "Hauptsache, es steht Berlin drauf" (taz.de)

Wie auch immer, jedenfalls wird es hier morgen wohl ein Riesenspektakel rund um´s Brandenburger Tor geben...

20 Jahre Mauerfall - Seite zu den Veranstaltungen in Berlin

Easy Rider...



Direktlink (youtube)

Am 17.07.1969 kommt mit "Easy Rider" ein Film in die Kinos, der zum Kult werden sollte. Ausdruck eines Lebensgefühls der 60er Jahre, wenn auch mit tragischen Ausgang. Ein Ende, das vorprogrammiert ist: "Wyatt und Billy", sagt der Anwalt (gespielt von Jack Nicholson) im Film, "stehen für die Freiheit, ergo müssen sie vernichtet werden."

"Die in "Easy Rider" beschriebene Welt, die für die Wünsche, Vorstellungen und Gefühle weiter Teile der Jugend in den USA Ende der 1960er-Jahre stand, löste heftige Gegenreaktionen aus. So war beispielsweise in einem Leserbrief an die "New York Times" die Rede von einem neuen Tiefpunkt in Sachen guten Geschmacks. Und in manchen Vorstellungen applaudierten reaktionäre Kinogänger lautstark bei der gewaltvollen Schlussszene. In zwei Bundesstaaten erhielt "Easy Rider" sogar totales Aufführungsverbot." (Kalenderblatt)

Ich habe den Film schon unzählige Male gesehen, und noch immer bekomme ich eine Gänsehaut bei "Wasn´t born to follow"...

"Easy Rider" (wikipedia)

"Easy Rider" bei youtube

Robbenjagd - und wieder beginnt das Abschlachten...

Erst wenige Tage ist es her, dass Russland sein jüngstes Verbot für die Jagd auf Robbenbabys im Weissen Meer deutlich ausgeweitet hat. Umweltminister Juri Trutnew betont nach einem Bericht der Agentur Interfax am Mittwoch in Moskau. "Damit ist das blutige Geschäft mit schutzlosen Tieren, das nicht als Jagd bezeichnet werden kann, bei uns wie in den meisten anderen entwickelten Ländern verboten".

Die kanadische Regierung jedoch hat in diesem Jahr 338.200 Robben zur Tötung freigegeben, das sind 55.000 mehr als im Vorjahr!

Die alljährliche Robbenjagd in Kanada zählt zur weltweit größten Massentötung von Wildtieren. Hunderte Fischer ziehen mit Gewehren, Knüppeln und Bootshaken auf das Packeis.

Robbenjagd (Foto: dpa)

Die kanadische Regierung hatte 1987 den kommerziellen Robbenfang verboten, ihn aber 1995 unter Auflagen wieder zugelassen.

Währenddessen gibt es in Europa Pläne, den Handel mit Robbenprodukten zu verbieten. Der Binnenmarktausschuss des EU-Parlaments hat Anfang März wegen der Methoden bei der Jagd für ein europaweites Einfuhr- und Handelsverbot gestimmt. Betroffen wären Produkte wie Felle, Öle oder Fleisch der Tiere.

Und auch Verbände wie der Deutsche Tierschutzbund, IFAW oder The Humane Society rufen zum Protest auf.

Aktion des IFAW: Stoppt die Robbenjagd - 300.000 Stimmen für 300.000 Robben

Spanien Fussball Europameister 2008...

Glückwunsch an die Spanier, die heute völlig verdient zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Europameister im Fussball wurden!

Und mal ehrlich, das knappe Ergebnis von 1:0 gegen die deutsche Mannschaft täuscht, es hätte ebenso gut 4:0 oder höher ausgehen können. Die deutsche Mannschaft hat für mein Empfinden abgesehen von den ersten 10 Minuten zu keinem Zeitpunkt den Willen erkennen lassen, das Spiel zu gewinnen.

Und deshalb haben die Spanier absolut verdient und völlig zu Recht gewonnen. Glückwunsch!!

Ruhe vor dem Sturm...

Am Abend wurde die in aller Eile errichtete "Fanmeile" für die Fussball-EM 08 auf der Strasse des 17.Juni in Betrieb genommen. Noch herrscht hier Ruhe im Vergleich zu dem, was morgen abend vor den Grossleinwänden los sein wird! Es werden mehr als 600.000 Besucher erwartet.

EM Fanmeile Berlin 01 EM Fanmeile Berlin 03 EM Fanmeile Berlin 02 EM Fanmeile Berlin 04

Deutschland gegen die Türkei, ein Spiel, das wohl auch hier in Berlin seine eigene Dynamik hat.-)

Wollen wir hoffen, dass alles friedlich bleibt, egal wer am Ende der Gewinner sein wird!!

Schiller - Live 2008 in Berlin...

Wie bekannt, komme ich ja aus Hamburg und habe dort schon so manches Konzert besucht, unter anderem auch Schiller in 2006. Allerdings hält sich meine Begeisterung dieses Mal in ziemlich überschaubaren Grenzen.

Ich weiss nicht, ob die Leidensfähigkeit oder die Gewohnheiten des Berliner Konzertpublikums etwas anders geartet sind, es gibt für mich ein paar Dinge, die ich nicht mag. Zum einen, wenn ich vor einer Konzerthalle (Columbiahalle) eine halbe Stunde über die angekündigte Zeit auf den Einlass warten muss.

Und der dezente Hinweis, es könne bei diesem Konzert "ein wenig lauter werden", kommt direkt an der Eingangstür mangels Vorbereitungszeit zu spät!! Es sei denn, man bietet in der Halle statt der obligatorischen Brezeln Ohrstöpsel an! Wie wäre es denn mit einem Hinweis auf der Karte??

Ich war natürlich nicht vorbereitet, schliesslich hatte ich nicht die Absicht, auf ein Heavy-Metal Konzert zu gehen. Und ich habe Schiller natürlich aus Erfahrung nicht mit Lärm in Verbindung gebracht. Aber es war laut, verdammt laut. Und für mein Empfinden definitiv über der Schmerzgrenze!

Das Schiller eine halbe Stunde zu spät anfing, schien nur einige wenige zu irritieren. Mich schon. Aber wie gesagt, ich bin ja lernfähig. Und das Schiller in diesem zweistündigen Konzert mehr oder weniger alte und ich möchte sagen sattsam bekannte Stücke zum Besten gab, macht es nach meiner Meinung auch nicht besser.

Schiller 01 Schiller 02 Schiller 03 Schiller 04

Sollte es bei diesem Konzert so etwas wie einen Funken gegeben haben, habe ich ihn überhört. Und ich war nicht alleine damit, irgendwie schienen Herr von Deylen und seine Mannen seltsam "entrückt".

Vielleicht war ich auch zu sehr damit beschäftigt, meine Gehörgänge zu schützen. Lautstärke, und das ist ebenso banal wie wahr, ist definitiv kein Kriterium für Qualität!!

Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich schätze die Musik von Schiller, und das schon seit Jahren. Das erwähnte Konzert in Hamburg 2006 gehört für mich zu den absoluten Highlights.

Das heutige Konzert war für mich eine Enttäuschung und ist damit mein persönliches Streichergbnis bisher in 2008.

Und die nächsten Tage werde ich definitiv nur geflüsterte Balladen zu mir nehmen, wenn überhaupt...

Deutsche Fussballweltmeisterinnen 2007...

Weltmeister 2007

2:0 gegen Brasilien.

Weltmeisterinnen 2007

Die deutschen Frauen werden ohne ein Gegentor (!!) Weltmeisterinnen im Fussball!

Herzlichen Glückwunsch und Respekt für diese grossartige Leistung!!

Ungewisse Zukunft für die Wale...

Walfang ist seit 1986 verboten. Trotzdem wurden 20.000 Tiere getötet, davon mehr als 2.000 allein im letzten Jahr, was einen traurigen Höchststand ausmacht. Ein Grossteil der Wale verendet als sog. "Beifang" in zu engmaschigen Fischernetzen.

Wale Wale Wale

Walfangnationen wie Japan, Norwegen und Island nutzen immer wieder ein Schlupfloch im Moratorium, das den Fang für "wissenschaftliche" Zwecke erlaubt. Gerade in Japan landet das Walfleisch aber als vermeintliche "Delikatesse" auf dem Teller.

Heute beginnt im nordamerikanischen Anchorage die alljährliche Mitgliederversammlung der Internationalen Walfangkommission (IWC). Und wie jedes Jahr werden die Gegner und Befürworter des Walfangs versuchen, möglichst viele Mitglieder auf ihre Seite zu ziehen.

Im Vorjahr hatte es Japan geschafft, eine knappe Mehrheit gegen das seit 1986 bestehende Walfang-Moratorium zu organisieren. Mit 33 zu 32 Stimmen hatte Japan eine Resolution durchgesetzt, in der eine Verlängerung des Moratoriums als unnötig bezeichnet wird.

Für die Einstellung des Verbotes wäre aber eine Drei-Viertel-Mehrheit erforderlich gewesen. Japan strebt nun eine Änderung der Geschäftsordnung an, dass künftig auch absolute Mehrheiten ausreichen sollen.

Bei dem Gefeilsche wird die Zukunft der Tier immer ungewisser, denn egal, wie die Abstimmungen ausgehen, Japan will in diesem Jahr 50 der seltenen Buckwelwale harpunieren lassen.

Von der IWC, so fürchten Naturschützer, sind dagegen keine überzeugenden Konzepte zu erwarten. Eher befasst man sich dort mit dem üblichen Kleinkrieg über die Frage, welche Nation wie viele Wale töten darf.

Mit fatalen Folgen: Zum Beispiel wurde der Blauwal, der in allen Weltmeeren vorkommt, auf 5000 Tiere dezimiert. Vom "Atlantischen Nordkaper" gibt es weltweit sogar nur noch 300 Exemplare.

Seit langem fordern Organisationen wie der WWF und Greenpeace, dass die IWC über praktische Schutzmassnahmen diskutiert. Es gäbe längst moderne Fischereimethoden, mit denen der Beifang von Walen vermieden werden kann.

Bislang aber, so kritisieren die Umweltschützer, gebe es bei der IWC aber noch nicht einmal ein ausreichendes Interesse daran, die Gefährdungen der Meeressäuger genauer zu erforschen.

Wale Bestand Wale - trotz Moratorium gejagt (Quelle: faz.net)
(Zum Vergrösern klick auf das Bild)

International Fund for Animal Welfare

[Update, 03.06.07]
Die Konferenz ist mit einem Etappensieg für die Walschützer zu Ende gegangen.

Mit 37 zu 4 Stimmen wurde die Beibehaltung des weltweiten Jagdverbots auf grosse Meeressäuger beschlossen. Allerdings boykottierten die Walfangländer das Votum, als sich ihre Niederlage abzeichnete. Unterdessen drohte Japan mit dem Austritt aus der IWC.

Umweltorganisationen wie Greenpeace und der WWF kritisieren, das es nach wie vor keine echten Schutzmassnahmen für die Wale gebe. "Weder das angeregte neue Schutzgebiet im Südatlantik ist beschlossen, noch konnte das tödliche japanische Wissenschaftsprogramm gestoppt werden", so der Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace. Politischer Streit habe zielführende Ergebnisse verhindert.

Nachrichten zum Thema "Meere" (greenpeace.de)

Schutz der Wale: wenig Fortschritte (WWF.de)

Wale (wikipedia)